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Sie ist fertig! Wir sind Sauna!

hippos

Thai Jasmine / CCBYNC 2.0

So cool! Sie ist fertig! Wir haben unsere eigene Sauna!!! Heute hat mein Mann noch einen Endspurt eingelegt und alles fertig aufgebaut. Ungefähr so wie die zwei Hippos da oben stell ich mir vor werden wir dreinschauen, wenn wir das erste Mal reingehen. Ich freu‘ mich so! Als er mir gestern erzählt hat, dass er vorhat die Sauna heute fertig zu stellen, bin ich gleich losgefahren um ihm etwas gutes zu tun… Weiterlesen


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Saunakulturen: Türkei

Foto: sarat318

Meine beste Freundin hat vor ein paar Jahren einen Urlaub in die Türkei gewonnen. 1 Woche all-inclusive. Ich durfte mit. Wir haben uns riesig auf den Urlaub gefreut und hatten ihn auch bitter nötig, denn wir haben extrem viel gearbeitet und waren extrem gestresst.

Der Urlaub entpuppte sich jedoch nicht als stresslösende, sondern vielmehr Stress AUSlösende Woche und das nicht etwa, weil meine beste Freundin und ich uns gegenseitig auf den Keks gingen, sondern vielmehr, weil sich das Sprichwort – Einem geschenkten Gaul schaut man nicht in’s Maul – als akkurat herausstellte.

Das Hotel war schmuddelig, die Betten verdreckt, die Dusche inklusive Blutflecken und das Buffet… naja… einigen Hotelgästen hat es scheinbar geschmeckt, die haben sich nämlich so viel auf die Teller geladen, dass man diese nicht mehr erkennen konnte. Zur Keks-Zeit (4 Uhr Nachmittags) war der Strand immer leer. Anfangs haben wir uns gewundert, danach haben wir aber dieselbe Strategie verfolgt, immerhin hat man so den Magen voll bekommen.

Am Strand wurde man von den Animateuren zu einer Hamam-Behandlung motiviert, das heißt, sie haben es versucht. Meine Freundin und ich lehnten dankend ab. Irgendwie hat der Animateur einfach zu hinterhältig gelächelt und erst zu Hause erfuhr ich, was es mit dem Hamam tatsächlich auf sich hat.

Haman ist nämlich eine türkische Badekultur, dessen Ziel die körperliche und seelische Reinigung ist. Dieses Dampfbad ist traditionell nach Geschlechtern getrennt. Zuerst wird im Hamam ordentlich geschwitzt. Eingewickelt in einen Lendenschurz, der auch Peştemal genannt wird, tropft der Schweiß bei etwa 60° Lufttemperatur  und bis zu 90% Luftfeuchtigkeit zu Boden.Während des Schwitzens leert man sich in regelmäßigen Abständen eine Schüssel mit warmen Wasser über die Haut, um die Poren zu öffnen und anschließend alte Hautschuppen mit einem Handschuh aus Seide („Kese“) wegzureiben.

Hier ein kleiner Einblick in die türkische Badekultur:

Nach dem Schwitzen findet die Seifenwaschung statt. Sie ist besonders angenehm und entspannend und reinigt nicht nur den Körper, sondern lädt zum Träumen ein. Oft wird der Körper abschließend mit orientalischen Ölen, Düften und Basaltsteinen verwöhnt. Der Ruheraum wird zum Schluss genutzt, dort kann man sich nach der eben erlebten Reinigung sammeln und auf den Rückweg in den Alltag vorbereiten.

So, wann gewinne ich also den nächsten Urlaub in die Türkei? Dieses Mal lasse ich mir den Hamam Besuch bestimmt nicht entgehen! 😀

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