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Tierische Fette – doch nicht so schlimm?

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Steak

Foto: steamykitchen

Jahrelang wurde uns von Ernährungsberatern, Gesundheitsministerien und in Zeitungen und Fernsehen vor der Gefahr von tierischen Fetten gewarnt. Tierische Fetter hätten schwerwiegende Auswirkungen auf unser Herz und erhöhe die Gefahr um ein Vielfaches einen Herzinfarkt zu erleiden. Jetzt wurde herausgefunden, dass das doch alles nicht so schlimm sein soll, wie behauptet: 

Gesättigte Fettsäuren in Fleisch, Milch und Käse lassen den Cholesterinspiegel steigen und sind so schlecht fürs Herz, so die die gängige Meinung. Unterschiedliche Studien haben aber nun herausgefunden, dass die Wissenschaft sich zu sehr auf das „schlechte“ Cholesterin LDL (Low Density Lipoprotein) konzentriert hat, jenes eben, das zur Arterienverkalkung und Herzkrankheiten führt. Das „gute“ HDL (High Density Lipoprotein) steigt aber ebenfalls bei der Aufnahme von tierischen Fetten an, quasi der Träger der Fettsäuren im Blut:

„Was man auch übersieht ist, dass diese gesättigten Fettsäuren den Transporter im Blut stabiler machen. Er oxidiert nicht so schnell, und das ist möglicherweise ebenso ein Schutz vor Arteriosklerose, sodass sich also negative und positive Effekte gegenseitig ausgleichen.“ (Quelle: Bayrischer Rundfunk)

Auch in der neuen Ausgabe der amerikanischen Wochenzeitung TIME wird enthüllt, dass der von der US-Regierung propagierte Ernährungsplan für die Bevölkerung der 80er Jahre ein Fehler war. Der vollen Konzentration auf den Kampf gegen Fett ging ein Anstieg an Diätprodukten und niedrig-fett Fertiggerichten einher. Das Problem dabei ist, dass zwar der Fettgehalt der Ernährung reduziert werden sollte, der Zuckergehalt und der Gehalt an Konservierungsmitteln nicht beachtet wurde und so die Fettleibigkeit in Amerika nicht bekämpft wurde. Ebenso greift man bei einer fettarmen Ernährung leichter zu Brot und anderen Kohlenhydraten, die sofort in Zucker umgewandelt werden und den Bauch zügig anschwellen lassen. Das alles natürlich etwas verkürzt dargestellt🙂

Auch in der Gastronomie gibt es einen Rückwärtstrend zum Fett, was sich unter anderem in der Bewegung des „Nose-to-Tail -Dining“ ausdrückt. Das Buch „The Whole Beast“ von Fergus Henderson hat sich mit einer Küche beschäftigt, die alles vom Tier verwendet und vewertet, ein in heutiger Zeit noch aktuellerer Gedanke auch in punkto Nachhaltigkeit. Man muss jetzt nicht gleich in die Vollen gehen und Lardo und Grammeln frühstücken, es zeigt jedoch, dass der Zugang zu Fett sich ein entspannterer ist und der Blick sich eher Richtung Zucker richtet.

Auf der guten Seite ist zum Beispiel auch noch nicht sicher bestätigt, ob Omega 3 Fettsäuren das Herz wirklich schützen können. All das ist natürlich nicht als Wettkampf zu verstehen und das Beste für unser Herz ist wohl eine ausgewogene Ernährung und etwas Bewegung, denn vor allem Übergewicht ist wirklich schlecht für´s Herz!

3 thoughts on “Tierische Fette – doch nicht so schlimm?

  1. Meiner Meinung nach gibt es nicht den „einen Bösewicht“ in der Ernährung. Wichtig ist eine bunte Mischung aus unterschiedlichen Nährstoffen, die den Körper optimal mit Energie versorgen. Um sich gesund zu ernähren, sollte man vor allem auf ein ausgewogenes Mengenverhältnis achten. Ernährt man sich hauptsächlich aus Zucker und Kohlenhydraten, wird der Körper nicht ausreichend versorgt. Wenn man hauptsächlich tierische Fette und Fleisch verzehrt und dadurch wenig Gemüse und Kohlenhydrate zu sich nimmt, kann dies auch nicht der richtige Weg sein. Ich denke, wir sollten wieder zurück zu einem natürlichen Essverhalten finden. Unser Körper signalisiert uns, welche Nährstoffe er gerade braucht – wir müssen nur wieder sensibel werden für diese Signale und die Bedürfnisse unseres Körpers befriedigen.

  2. Wie schon Selina schrieb, es gibt nicht den einen Bösewicht in der Ernährung, sondern die Menge macht das Gift und die Mengenverhältnisse. Zweifellos essen wir heute zu viel Fleisch und zu wenig pflanzliche Nahrung – und in den Mengen, wie der durchschnittliche Deutsche Fleisch und Fleischprodukte verzehrt, sind wir weit entfernt von einer gesunden und ausgewogenen Ernährung.

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