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Kraniosakraltherapie = … ???

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Foto: Francesa

Vor kurzem habe ich per e-Mail ein Angebot für eine Kraniosakraltherapie erhalten und mich daraufhin gefragt: „Was ist das eigentlich?“. Was bringt diese Therapie, was wird da gemacht und wann wird sie angewendet? In meiner darauf folgenden Recherche musste ich bald ernüchternd feststellen, dass diese Therapie wissenschaftlich nicht anerkannt wird.

Die Kraniosakraltherapie (auch Craniosacraltherapie) ist ein manuelles Verfahren zur Behandlung von Erkrankungen. Dabei werden kaum wahrnehmbare Handgriffe im Bereich des Schädels (lateinisch: Cranium) und des Kreuzbeins (lateinisch: Os sacrum), die zusammen mit der Wirbelsäule als funktionelle Einheit betrachtet werden, ausgeführt. Kraniosakraltherapie ist eine von der Osteopathie abgeleitete Behandlungsform. (Quelle: www.test.de)

Wenn ich den sehr ausführlichen Bericht auf der Webseite www.test.de richtig verstanden habe, geht es bei der Kraniosakraltehrapie im Grunde um die Annahme, dass sowohl im Gehirn, als auch im Rückenmark eine Flüssigkeit existiert, die aufgrund der jeweiligen Kontraktion von Schädelknoch und Becken pulsiert.

Wenn diese Pulsation gestört wird, kann es zu einer Veränderung des Hormonhaushalts kommen. Auch das Bindegewebe spielt hier eine wichtige Rolle, das sich aufgrund von seelischen oder körperlichen Traumata verspannt und somit bewirkt, dass die Schädelknochen zueinander nicht mehr elastisch sind. Dadurch entsteht ein Überdruck, welcher angeblich seelische Krankheiten entstehen lässt.

Ein/e KraniosakraltherapeutIn kann durch Tasten diese Pulsationsblockaden aufspüren und sofort behandeln. Der Energiefluss im Körper wird verbessert und Probleme wie Lernschwierigkeiten, Lesestörungen, Kopfschmerzen,… behandelt werden.

All das sagt zumindest die Theorie. In der Wissenschaft konnten diese Ergebnisse jedoch nicht nachgewiesen werden. Bedeutet dies jedoch, dass man diese Therapie auf keinen Fall anwenden sollte? Ich denke nicht. Wie heißt es so schön? „Hilft’s nicht schadet’s nicht.“ Wenn Kinder, die unter Hyperaktivität leiden, zu einem Kraniosakraltherapeuten geschickt werden und sie dadurch ein wenig zu Ruhe kommen, ist es mir persönlich wahrscheinlich egal, ob es sich dabei wirklich um eine Änderung der Pulsation im Gehirn und Becken meiner Kinder handelt, oder lediglich darum, dass diese Form der Therapie bestimmt sehr entspannend ist. Oder was meint ihr?🙂

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