Gesundheit, Wellness & Thermen Blog

Fit durch's Leben

Sollte der Staat Kontrolle über unser Gewicht haben?

Ein Kommentar

Foto: Bethany_Adam

Seit dem ersten Oktober 2011 gibt es in Dänemark die sogenannte „Fettsteuer“. Lebensmittel, die mehr als 2,3% an gesättigten Fettsäuren enthalten, werden mit 16 Kronen (ca. 2,13€) pro Kilogramm Fett besteuert. Butter, Milch, Käse, Fertiggerichte, etc. sind davon betroffen. Vollmilch und Fisch sind von davon jedoch ausgeschlossen. Diese Steuer soll Menschen dazu auffordern, sich gesünder zu ernähren und bringt der Staatskasse ein beachtliches Zusatzeinkommen. Aber ist das die beste Möglichkeit, um die Ernährungsgewohnheiten von Menschen zu ändern? Greift der Staat hier nicht zu sehr in die Privatsphäre der Menschen ein?

In Österreich ist jeder zweite Erwachsene und bereits jedes vierte Kind übergewichtig. Trotzdem spricht sich Gesundheitsminister Alois Stöger gegen eine Fettsteuer aus.

Das Umfeld der Menschen müsse laut Stöger so verändert werden, dass jeder Zugang zu gesunder Ernährung hat. Als Beispiel führte er die neue Kampagne „Weniger Salz ist g’sünder“ von österreichischen Bäckern an. Diese wollen mit der Reduktion von Salz für Brot und Gebäck einen Beitrag zur Verringerung des überhöhten Salzkonsums in Österreich leisten und damit die Vermeidung von Herz-Kreislaufkrankheiten unterstützen. „Die Industrie ist gefordert mehr solche Überlegungen anzuführen“, sagte der Minister. (Quelle: derstandard.at)

In Frankreich wird statt einer Fettsteuer die Bewegung beworben. Es gibt hier mittlerweile Schilder, die anzeigen, wie lange man von einem Ort zum Nächsten zu Fuß benötigt, zum Beispiel „5 Minuten zum nächsten Park“. Frankreich gilt generell als Vorbild, was die körperliche Verfassung seiner BürgerInnen anbelangt. Während 25% der amerikanischen Bevölkerung stark übergewichtig ist, sind es in Frankreich nur 13%.


Quelle: YouTube 

Frankreichs Staat hat erkannt: Es darf nicht nur Verbote und Mahnungen geben, sondern in erster Linie Aufmunterungen. Es werden also Wege aufgezeigt, wie man etwas zur persönlichen Gesundheit beitragen kann und wie man im Alltagsstress zu Bewegung kommt. Das nenne ich mal ein positives Beispiel!

ARTES „Der Blogger“ hat sich übrigens ausführlich mit dem Thema Übergewicht beschäftigt. Die Sendung wird am am Freitag, den 18. Mai um 11.25 Uhr auf ARTE ausgestrahlt, kann aber ebenso im Internet unter der Adresse: www.arte.tv angesehen werden.

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Ein Kommentar zu “Sollte der Staat Kontrolle über unser Gewicht haben?

  1. Naja, eine Fettsteuer finde ich auch etwas hart. Lieber gesündere Nahrungsmittel unterstützen. Auch wenn die Politiker sagen, dass jeder Zugang zu gesunden Lebensmitteln hat, entspricht das doch nur zur Hälfte der Realität. In „bildungsfernen“ Gesellschaftsschichten wissen die Leute eben NICHT was überhaupt gesund ist, oder wie man sich gut ernähren kann. Das sollte in Schulen viel mehr unterrichtet werden. Also ich bin eher für Prävention und Aufklärung als für Verbote und Steuern!!!

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