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Giftige Energiesparlampen

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Foto: deniseemily

Heute Abend habe ich mit meinem Mann den österreichischen Dokumentarfilm „Bulb Fiction – Die Lüge von der Energiesparlampe“ gesehen. Wir waren beide eigentlich recht gut auf diesen Film vorbereitet, wussten schon, dass dieser Film kein gutes Licht auf unsere Energiesparlampen werfen wird und auch über das giftige Quecksilber wussten wir bescheid. Und trotzdem hat es der Regisseur Christoph Mayr geschafft, uns zu schockieren.

Wir hatten ja keine Ahnung, dass die Energiesparlampen mit einem speziellen Sicherheits-Set weggeräumt werden müssen, sollten sie zerbrechen. Oder, dass die giftigen Gase sich sofort im gesamten Haus ausbreiten können, wenn die Hülle der Energiesparlampe nicht standhält. Oder, dass die Lampen unter, für die Fabrikanten, furchtbaren Bedingungen hergestellt werden – für die Arbeiter gibt es überhaupt keine Sicherheitsvorkehrungen!

Mir ist sehr wohl bewusst, dass ein Dokumentarfilm stets eine bestimmte These hat, versucht, diese auch zu beweisen und so die Gefahr birgt, eventuelle Widersprüche zu dieser These „unter den Tisch fallen“ zu lassen. Der Film wurde im Jahr 2011 fertig gestellt und bestimmt haben sich in der Zwischenzeit auch einige Dinge verändert/verbessert.

Zum Beispiel wurde der bisher übliche Gehalt an Quecksilber zumindest in Europa von 5 Milligramm pro Lampe auf 3,5 Milligramm ab 1. Januar 2012 per Gesetz verordnet.

Doch nicht alle Hersteller halten sich an die gesetzlichen Vorgaben, wie mehrere von der DUH aufgedeckte Fälle im vergangenen Jahr beweisen. „Das Problem taucht vor allem bei Aktionswaren und Billigangeboten auf. Nach dem Motto ‚wo kein Kläger, da kein Richter‘ werden so Ramschlampen mit zu viel Quecksilber verkauft. Das muss ein Ende haben“, erklärt Jürgen Resch, DUH-Bundesgeschäftsführer. (Quelle: www.eco-world.de)

Ich persönlich muss ja gestehen, dass wir noch einige Glühlampen in Verwendung haben (und deswegen hoffentlich nicht ins Gefängnis wandern muss!), weil ich die noch funktionierenden Glühlampen nicht wegwerfen wollten. Und auch wenn die letzte Glühbirne ausbrennt, werden mein Mann und ich nach einer Alternative suchen, um uns und unsere Kinder nicht den giftigen Quecksilbergasen aussetzen müssen.

Sollte in eurem Haushalt jemals eine Energiesparlame zerbrechen, gibt es übrigens folgende Sicherheitsmaßnahmen:

1)     Fenster öffnen, Raum verlassen, Tür schliessen,15 Minuten lüften

2)     Leuchte vom Netz trennen, Stecker ziehen

3)     Reste mit Besen und Schaufel aufnehmen. Auf keinen Fall einen Staubsauger verwenden, dieser verteilt nur das Quecksilber gleichmäßig in der Atemluft

4)     Reste von einem Teppich oder ähnlichem mit einem Klebeband aufnehmen

5)     Stelle mit einem feuchten Tuch reinigen

6)     Alles, das mit Quecksilber in Berührung gekommen sein könnte, in einen verschließbaren Behälter geben und verschließen

7)     Mit „Achtung, kann Quecksilberreste von Kompaktleuchtstofflampen enthalten“ beschriften und bei einer Problemstoffsammelstelle abgeben.

(Quelle: www.bulbfiction-derfilm.com)

Und jetzt, passend zur heutigen Earth Hour, drehe ich mal früher das Licht ab und gehe schlafen! Gute Nacht!

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