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Fit durch's Leben

Orthorexie = … ???

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Foto: mooshee85

Wusstet Ihr, dass ein zu gesunder Lebensstil krank machen kann? Was so absurd klingt, ist in der Tat wahr. Der Begriff „Orthorexie“ beschreibt das Krankheitsbild jener Menschen, die ständig darauf bedacht sind, sich zu hundert Prozent gesund zu ernähren. Die seelische Krankheit „Orthorexia nervosa“, kurz Orthorexie (nach den griechischen Begriffen orthos = der „richtige“ und orexi = „Appetit“) bedeutet so viel wie „krankhaftes Streben, sich gesund zu ernähren“.

Natürlich umfasst dieser Begriff nicht jene Menschen, die sich einfach „vernünftig“ ernähren, sondern jene Menschen, die beispielsweise Essenseinladungen ablehnen, weil sie Angst haben, dass etwas Ungesundes dabei sein könnte. Ein Orthorektiker isoliert sich von seiner Umwelt, würde niemals einen Burger essen, hat ungefähr 100 Regeln, was die Ernährung betrifft und denkt ununterbrochen an die Einhaltung dieser Regeln.

„Der zwanghafte Drang nach möglichst gesundem Essen oder die Angst vor ungesundem Essen hat in der jeweiligen Persönlichkeitsstruktur einen Nährboden“, erklärt der Günter Gerhardt, Allgemeinmediziner und Moderator zahlreicher Fernseh- und Rundfunksendungen.  „Wäre das Thema ‚gesundes Essen‘ gerade nicht en vogue, hätten diese Menschen ganz sicher etwas anderes gefunden, worauf sich ihre Angst beziehungsweise ihr Zwang konzentriert hätte.“ (Quelle: derstandard.at)

Orthorektier gehören übrigens nicht einer einzigen Ernährungs-Weltanschauung an, sondern stammen aus unterschiedlichen Richtungen. Auch das Argument, dass sich diese Ernährungs-Fanatiker zumindest gesund ernähren, ist leider nicht wahr. Aufgrund der strengen Diät und den vielen selbstauferlegten Regeln, leiden Betroffene an Mangelernährung und Untergewicht.

Im Falle einer vorliegenden Orthorexie können Psychologen und Psychotherapeuten helfen. Ziel der Therapie ist es, dem Patienten das schlechte Gewissen zu nehmen, wenn er zum Beispiel einen Burger gegessen hat.

Eine gesunde Ernährung ist wichtig, versteht mich bitte nicht falsch, aber sie sollte ausgewogen sein. Ab dem Moment, wenn man nur noch Kalorien zählt, seinen Tagesablauf nach den eigenen Ernährungsregeln richten muss, die sozialen Kontakte abnehmen  und man auch sonst kaum ein anderes Gesprächsthema kennt, sollte man aufpassen, nicht in die Orthorexie abzudriften.

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