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Fit durch's Leben

Floating = … ???

3 Kommentare

Foto: Helga Weber

Neben der Klangschalenmassage habe ich natürlich immer wieder mal nach neuen Möglichkeiten gesucht, dem Alltagsstress zu entfliehen, oder sollte ich gar schreiben „entschweben“. 🙂 Ich denke, es wird euch wohl kaum wundern, aber ich habe tatsächlich mal wieder etwas Neues entdeckt: das „Floating“ (engl. für  „Schweben“). Was so wundervoll entspannend klingt, ist es bestimmt auch, denn im Salzwasser schweben und dabei komplett von sämtlichen Reizen der Außenwelt abgeschottet zu sein, baut Stress ab und verhilft zu einer Reise ins Innere der eigenen Seele.

Wie sieht Floating genau aus/Wie funktioniert Floating?

Beim Floating liegt man in einem schall- und lichtdicht gebauten Tank, bzw. einem kleinen Raum. Man kann das Floating sowohl alleine, als auch als Paar ausüben, manchmal auch in der Gruppe. Das wäre aufgrund der angestrebten Ruhe und Entspannung allerdings eher kontraproduktiv und hat bei weitem nicht den selben tiefen-entspannenden Effekt wie das alleinige oder zweisame Floating. 😉 Der Isolationstank, ähnlich einer Badewanne, ist mit Wasser und einer hohen Salzkonzentration gefüllt.

Durch die hohe Salzkonzentration im Wasser bekommt der Körper so viel Auftrieb, dass er frei und ohne Muskelanspannungen auf dem Wasser treibt. Das Wasser hat einen Salzgehalt von fast 50 Prozent (ähnlich dem im Toten Meer) und wird auf 34,6 bis 35,2 Grad erwärmt. Die Temperatur gleicht der der Haut, so dass sich der Badende eins fühlt mit dem Wasser. Zeit und Dimensionen verschwimmen gleichermaßen. Der Mangel an visuellen, akustischen und taktilen Reizen erleichtert das Erreichen fast schon meditativer Zustände. (Quelle: www.welt.de)

Und das gibt es erst seit Kurzem?

Nein, um genau zu sein, gibt es das Floating bereits seit den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts. Der amerikanische Gehirnforscher John C. Lilly wollte erforschen, wie sich der komplette Reizentzug auf den Menschen auswirkt. Aus diesem Anlass schuf er eine sehr ähnliche schalldichte, dunkle Wanne mit Salzwasser und kam zum Ergebnis, dass der Mensch in diesem isolierten Tank nicht nur körperlich, sondern auch mental zur Ruhe kam. Es ist wohl die Mischung aus absoluter Ruhe und der wohligen Wärme des Wassers, das im Menschen zur absoluten Entspannung und dem Gefühl der inneren und äußeren Schwerelosigkeit führt.

Aber ich habe Angst im Dunkeln!?

Nicht weiter verwunderlich ist, dass zu Beginn viele Badenden noch nicht in die absolute Dunkelheit abtauchen möchten. Ich selbst kann mir das ehrlich gesagt auch nicht so gut vorstellen, dass die absolute Isolation in einer kleinen Kammer für mich entspannend sein könnte. Bereits in einer engen MRT Röhre kriege ich die ärgsten Zustände. Andererseits ist es dort weder wohlig warm noch still. Vielleicht hilft das ja…!?

Gibt es auch wissenschaftliche Tests über das Floating?

Ja, die gibt es und sie haben ergeben, dass durch das Floating die Stresslevel der Badenden tatsächlich erheblich gesenkt werden.

Neurochemische Substanzen wie Adrenalin, Norepinephrine und Cortisol wurde nachweislich gesenkt. Gleichzeitig stieg im Blut das Endorphin-Level an. Das sogenannte Glückshormon ist verantwortlich für das allgemeine Wohlbefinden und die Schmerzlinderung. Und die positiven Ergebnisse sind sogar nachhaltig. Die mentale Klarheit fördert die Fähigkeit, Probleme im Alltag und Beruf leichter zu lösen, Muskeln werden anhaltend entspannt, die Haut samtig weich. Neben dem Entspannungseffekt, kann das Floaten aber auch noch medizinisch einiges bewirken. Eingesetzt wird es beispielsweise in der Orthopädie und in der Dermatologie. Die Schmerzlindernde Wirkung wird vor allem bei Muskel- und Gelenkbeschwerden eingesetzt, wie Rücken- und Nackenschmerzen, Spannungskopfschmerz oder Migräne. Außerdem wirkt die hohe Salzkonzentration positiv auf die Haut, was vor allem Neurodermitis-Patienten zu schätzen wissen. (Quelle: www.welt.de)

So… und jetzt bin ich auch schon auf der Suche nach dem nähesten Floating-Zentrum… ich will ja schließlich nicht nur darüber schreiben, sondern auch selbst testen! 🙂

Einen schönen Sonntag Abend und einen guten Start in die neue Woche wünscht euch eure Martina!

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3 Kommentare zu “Floating = … ???

  1. Danke für den Interessanten Artikel, liebe Martina. Werde ich demnächst unbedingt mal ausprobieren.

  2. OOOOhhh, das will ich auch unbedingt mal machen!!! Traumhaft hört sich das an. Und das beste: man muss sich nicht bewegen! 😀 😀 😀 Nein, Spaß beiseite, das klingt echt super und ich bin schon total gespannt auf deinen Erfahrungsbericht! Gibts das in Wien? Wegen der Dunkelheit würde ich mir keine Gedanken machen, ich glaube dass das wirklich sehr entspannt und man dann viele Sorgen vergessen kann und sich mit sich selbst beschäftigen kann. Also: Schnell hin und schnell darüber schreiben, ich bin sehr neugierig wie du weißt. 🙂

  3. Das klingt wirklich sehr entspannend und angenehm 🙂 Wollte das auch schon seit Ewigkeiten ausprobieren. In Bad Schallerbach gibt es das, soweit ich weiß (http://www.eurothermen.at/en-bad-schallerbach-wellness-spa-physio-floating-massages.htm) und auch in der Therme Wien. Glaube man braucht ein eigenes kleines Becken dazu, was scheinbar nicht alle Thermen haben. Hoffe du wirst fündig und berichtest und dann davon 🙂

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