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Zerstört Yoga unseren Körper?

3 Kommentare

Foto: ladyhawke365

William Broad… so lautet der Name jenes Redakteurs, der am 05. Jänner diesen Jahres eine Reportage in der New York Times verfasste, der über 20 Millionen amerikanische Yogis in Aufruhr versetzte. In „How Yoga Can Wreck Your Body“ (dt.: Wie Yoga Deinen Körper Ruinieren Kann) wird von Rückenschmerzen, gebrochenen Rippen, kaputten Hüftgelenken bis hin zu scheren neurologischen Schädigungen berichtet. Zustande kommen diese Verletzungen durch zu intensiv oder falsch betriebenes Yoga. Dass Yoga tatsächlich zu diesen Verletzungen führen kann, steht außer Frage. Was bedeutet das also für uns? Sollen wir nun die Finger von dieser Sportart lassen, oder gibt es einen Weg, wie man den Verletzungen aus dem Weg gehen kann?

Ja, es gibt ihn! In Broads Reportage kommt der Yoga-Lehrer Glenn Black (er hat über 40 Jahre Erfahrung mit Yoga) zu Wort.

Seiner Meinung nach sollten die meisten Leute Yoga aufgeben. Zu hoch sei das Risiko, sich Verletzungen zuzuziehen. „Yoga ist für Menschen in guter körperlicher Verfassung oder kann therapeutisch angewendet werden. Es mag umstritten sein, aber Yoga sollte nicht von der Allgemeinheit ausgeübt werden.“ (Quelle: derstandard.at)

Moment! Heißt das, der einzige Weg, sich beim Yoga keine Verletzungen zuzuziehen liegt darin, die Sportart nicht auszuführen? Ich denke… Jein! Es kommt eben darauf an, in welcher körperlichen Verfassung man sich befindet und (noch viel wichtiger!) welcher Yoga-Lehrer unterrichtet. Leider ist es meist so, dass besonders in Fitness-Zentren Yoga von unqualifiziertem Personal unterrichtet wird. Die TrainerInnen haben dann oft nur einen Wochenendkurs besucht, in dem sie ganz schnell ein paar Übungen gelernt haben, die sie dann direkt an ihre Gäste weitergeben.

Diese Trainerinnen können dann oft nicht auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Gäste eingehen, fragen nicht nach, ob jemand zum Beispiel Probleme mit der Wirbelsäule, etc. hat. Ich besuche hin und wieder auch Yoga Kurse und zwar immer woanders. Deshalb habe ich mir angewöhnt, vorab nach der Ausbildung der Trainer zu fragen, bzw. darauf zu achten, dass sie während der Übungen auch Varianten anbieten für jene Übungen, die den Rücken zu sehr beanspruchen, bzw. die für mich als Anfängerin noch nicht geeignet sind. Es hat ja keinen Sinn, sich in Verrenkungen zu zwingen, für die mein Körper nicht gebaut ist, bzw. für die ich noch nicht bereit bin.

Auch Johannes Gänzer, leitender Oberarzt an der Abteilung für Innere Medizin im Landeskrankenhaus Hall in Tirol hat sich mit Yoga aus medizinischer Sicht auseinandergesetzt. Auf die Frage „Für wen ist Yoga geeignet?“, antwortet er mit:

Für jeden, es hängt aber von der Art des Yogas ab. Es gibt ja hunderte verschiedene Richtungen, und insbesondere der Iyengar-Stil, der viel über die Wirkung von Asanas arbeitet, ist für die Allgemeinheit wenig geeignet. Andere Yoga-Formen, die ihren Schwerpunkt mehr auf Meditation legen, kann jeder praktizieren. Das Problem ist, die Menschen finden sich in dem Yoga-Dschungel nicht mehr zurecht und achten nebenbei viel zu wenig darauf, was ihnen ihr eigener Körper sagt. (Quelle: derstandard.at)

Und genau das ist es, worauf man achten muss – der eigene Körper! Nicht einfach nur die Übungen nachmachen und sich selbst an die Grenze treiben, sondern lieber den Sport sanft ausüben und zur Ruhe kommen! So verschafft uns Yoga auch die vielen Vorteile, die es in sich birgt und wird unseren Körper auch nicht zerstören! 🙂

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3 Kommentare zu “Zerstört Yoga unseren Körper?

  1. Das ist ja immer und überall das Gleiche.
    Wenn es ohne Kenntnis und demnach falsch ausgeführt wird, kann es leider oft mehr schaden als nützen.
    Das ist doch dasselbe mit den Walking-Stöcken.
    Sie tragen sie sozusgen und führen sie aus. Wir beide, mein Mann und ich schwingen unsere Arme stärker als diese Möchtegern-Walker.
    In Kursen könnten sie lernen, dass der Arm von hinten bis vorn durchgezogen werden soll.
    Und Yoga ist gut, das bleibt bestehen. Wenn es so gemacht wird, wie es gedacht war.

  2. Ja genauso wie minibares sehe ich das auch. Ist bei allem das selbe. Auch wenn man im Fitnessstudio (nicht, dass ich mich da gut auskennen würde *ggg*) an den Geräten falsch trainiert kann es für den Körper schädlich sein. Ich meine, ist doch logisch. Wenn ich falsch Fahrrad fahre fall ich auch hin und brech mir was. Deswegen gibts aber keine Artikel über wie krass gefährlich Fahrradfahren ist. Bisschen übertrieben. Trotzdem sollte natürlich jeder, der sich damit beschäftigt und das ausüben will, sich auch professionelle Einweisung holen und nicht einfach so drauflos „yogieren“. 😀

  3. Wenn man nur ein bisschen sportliche Erfahrung und Gespür für seinen Körper hat, ist das doch alles kein Problem! Klar gibt es teilweise sehr fortgeschrittene Yoga-übungen, die für Anfänger zum Problem werden können und auch eventuell zu Schmerzen führen. Aber für genau sowas gibt es ja auch Anfängerkurse, wo man mal die Dehnung des Körpers steigert. Meiner Meinung nach ist dieser Artikel viel Lärm um nichts 😉

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