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Der Weg zur Kur

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Foto: RevRuth1

… kann manchmal verwirren. So habe ich das zumindest schon des öfteren in meinem näheren Umfeld mitbekommen. Was muss man denn genau tun, um eine Kur antreten zu können? Welche Schritte müssen vollzogen werden, um die Kur von der Sozialversicherung bezahlt zu bekommen? Ich habe mich mal ran gewagt und eine To-Do Liste erstellt, in der Hoffnung, dass sie dem/der einen oder anderen von euch behilflich sein kann. 🙂

Prinzipiell kann ja jede/r eine Kur für sich in Anspruch nehmen. Sollte der Patient/die Patientin allerdings auf eine finanzielle Unterstützung seitens der Versicherung hoffen, gibt es einige Schritte, die vor Antritt der Kur zu berücksichtigen sind:

How To – Der Weg zur Kur in 3 Schritten

1. Antrag stellen

Gemeinsam mit dem Haus- oder Facharzt wird ein Antrag ausgefüllt. Dieser Antrag muss leserlich ausgefüllt werden, das Krankheitsbild und den Zustand des Patienten exakt beschreiben, die Befunde beigelegt, sowie die Kontaktdaten von Arzt und Patient beinhalten. Der behandelnde Arzt weiß im Idealfall, welche Versicherungsanstalt für eine mögliche Kostenübernahme zuständig ist und wo der Antrag eingereicht wird. Jede sozialversicherte Person kann übrigens einen Antrag stellen und Wünsche über einen speziellen Kurort äußern. Diese werden meist berücksichtigt.

2. Bewilligung des Versicherungsträgers

Der Versicherungsträger überprüft den gestellten Antrag sowohl auf versicherungsrechtliche als auch auf medizinische Voraussetzungen. Danach kann es sein, dass der Patient von der Versicherung nochmals ärztlich untersucht wird.

Wer in den Genuss einer Kur kommt, wird in eigenen Richtlinien des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger geregelt. Voraussetzung ist eine bestimmte Mindestversicherungsdauer bzw. die Pensionsberechtigung. Es gilt die Faustregel: Zwei Aufenthalte innerhalb von fünf Jahren. Eine häufigere Inanspruchnahme ist nur bei „besonderer medizinischer Begründung“ möglich. Berufstätige mit Morbus Bechterew zum Beispiel dürfen einmal jährlich auf Kur. Geklärt muss auch sein, ob der Patient kurfähig ist; das heißt: sein Körper muss die Anwendung problemlos aushalten und er muss alleine zurechtkommen. Für Patienten mit Herz-Kreislauf-Problemen oder für Patienten, die auf eine Begleitperson angewiesen sind, kommt eher eine Rehabilitation in Frage. (Quelle: www.aerztemagazin.at)

Der Versicherungsträger informiert den Antragsteller schriftlich über die Entscheidung. Diese Entscheidung sollte unbedingt abgewartet werden, bevor ein Kuraufenthalt gebucht wird, da eine nachträgliche Kostenübernahme selten möglich ist, bzw. mit der vielen Problemen verbunden ist.

3. Einladungsschreiben/Kurantritt 

Sobald das jeweilige Kurhotel die Kostenübernahmeerklärung erhalten hat, wird ein Termin vorgeschlagen. Sollte es dem Patienten nicht möglich sein, diesen Termin wahrzunehmen, kann ein Ersatztermin vereinbart werden. Achtung: Sollte eine Kur „unentschuldigt“ nicht angetreten werden, wird die Kurbewilligung ausnahmslos storniert. Also unbedingt absagen, wenn der Termin nicht einhaltbar sein sollte!

Die Kosten des Kuraufenthaltes werden direkt mit der Versicherung verrechnet. Sie selbst müssen, gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, den Zuzahlungsbeitrag (Selbstbehalt pro Verpfelgungstag) leisten. Dieser Betrag wird bei Ihrer Ankunft an der Rezeption eingehoben. Wurde Ihnen ein Kurkostenzuschuss bewilligt, so müssen Sie den Kuraufenthalt zuerst auf eigene Kosten bezahlen. Nach Abschluss der Kur bezahlt Ihre Versicherung den Kostenbeitrag nach Vorlage der Aufenthaltsbestätigung, der Rechnung und des Abgabebefundes. Wenn Sie über eine private Zusatzversicherung verfügen, erhalten Sie je nach Tarif eventuell auch ein Taggeld für Ihren Kuraufenthalt. (Quelle: www.eurothermen.at)

Wenn man diese Schritte befolgt, sollten die Chancen eigentlich ganz gut stehen, eine Kur bewilligt zu bekommen. Eine wichtige Nebeninformation ist übrigens, dass niemand einen Rechtsanspruch auf eine Kur hat. Vielmehr liegt es im Ermessen des jeweiligen Arztes und der Versicherungsanstalten, ob man in den Genuss einer Kur kommt, oder nicht.

Meine Mutter startet nächstes Wochenende in ihre dreiwöchige Kur und sie kauft schon eifrig Bücher ein, um diese während ihres Aufenthaltes zu „verschlingen“. Ich gönne ihr die Kur und werde sie bestimmt auch das eine oder andere Mal in Bad Hall besuchen kommen. 🙂

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