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Fit durch's Leben

Erwecke die Kundalini

7 Kommentare

Foto: Yoga-Vidya

Neulich war ich mal wieder in der richtigen Stimmung und wollte mich auf eine weitere Erfahrung mit Yoga einlassen. Ich weiß nicht wieso, aber bis jetzt bin ich noch nicht so tief in die Yoga-Materie eingedrungen, wie ich es eigentlich vorhatte und so ist die riesige Yoga-Welt für mich noch etwas Neues und sehr Aufregendes. Viele erfahrene Yogis unter euch werden hier vielleicht schon mit den Augen rollen, aber für mich war auch die kürzlich genossene Yoga-Einheit eine sehr intensive Erfahrung…

Begonnen hat natürlich alles mit dem Betreten des Raums. Ich war gut gelaunt mit dem Fahrrad zur Kundalini-Yoga Einheit angereist und dementsprechend fröhlich und beschwingt. Der plötzliche Duft, der mich empfing gefiel mir allerdings so gar nicht. Nein, es war kein Schweißgeruch, oh nein. Es brannte ein Räucherstäbchen. Und was für eines.

„Oh Gott, nein!“, war mein erster Gedanke und hätte ich mir nicht bereits eine Matte geschnappt (die gleich neben dem Eingang aufzufinden waren), wäre ich wahrscheinlich wieder umgekehrt, alleine wegen des mit Vorurteilen behafteten Geruchs von Spiritualität. Ich weiß auch nicht, irgendwie hatte ich nicht damit gerechnet, es hat für mich zu stereotypisch gewirkt, als das es das tatsächlich geben würde. Nun ja, der Yogalehrer war zumindest ein sehr netter.

Aufrecht und in weißer Robe saß er allmächtig und allwissend im Schneidersitz auf seinem Podest und musterte jede/n Neuankömmling ganz genau. Sobald die Türe geschlossen und alle wissbegierigen SchülerInnen angekommen waren, begann der Meister mit seiner Einführung. Es ginge hier um das Erwecken der Kundalini, jener treibenden Kraft, welche sich am unteren Ende der Wirbelsäule befindet. Ziel ist es, diese Kraft nach oben zu befördern und die Energie aufsteigen zu lassen.

… ??? …

Huch!

Aber nein, es ging weiter. Außerdem sei dieses Mal der Schwerpunkt der Einheit auf dem Spüren und Erfühlen der eigenen Sexualität gerichtet.

Wie bitte???

Ähhhmmm… ja, also, wenn ich hier meine Sexualität spüren und entfalten soll, kann ich dann die anderen Gäste bitten, zu gehen? Ich bin da eher nicht so der öffentliche Typ dafür. Und ganz kurz, bevor ich es mir noch ein zweites Mal überlegen konnte, ob ich mir das Ganze wirklich ganze 50 Minuten lang antun wollte, begann die Einheit und auf einmal kam Bewegung in’s Spiel.

Da wurde mal der Oberkörper gedreht und das gaaaanz lange. Danach befanden wir uns im „herabschauenden Hund“ und durften jeweils einige Minuten ein Bein emporstrecken und wieder hinabsenken. Das sei besonders gut für die Psyche und dafür, die eigenen Grenzen kennenzulernen. Bitte versteht mich nicht falsch, ich liebe Sport und ich dachte, ich sei schon sowas von fit, aber diese ersten 10 Minuten haben mich bereits ziemlich in Anspruch genommen und da war ich zum Glück nicht die einzige, denn um mich herum wurde geschnauft und gekeucht, dass mein röchelnder Atem kaum zu hören war.

Nach jeder Übung (und ja, je einfacher sie zu Beginn aussah, desto anstrengender entpuppte sie sich – wie gemein!) gab es eine längere Entspannungsphase und in jeder einzelnen dieser Phasen war ich drauf und dran beinahe einzuschlafen. Doch die Meditation war nicht mehr weit und ich freute mich zum ersten Mal darauf, obwohl ich ja eigentlich nicht so sie Still-dasitz-Kandidatin bin. Und das war auch gut so, denn bei der Meditation ging es in erster Linie um die Bewegung der Arme im Richtigen Rhythmus und in der richtigen Bewegung gemeinsam zur Musik.

Wie kann ich diese Einheit am besten zusammen fassen… es war aufregend. In jeder Minute lernte ich nicht nur den Lehrer, die Übungen oder Yoga an sich besser kennen, sondern auch mich selbst und meine Fähigkeiten. Ich war Abends so richtig erledigt und wollte einfach nur noch in’s Bett. à propos… 🙂

Wer übrigens auch ein paar erste Übungen versuchen möchte, hier habe ich ein paar gefunden.

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7 Kommentare zu “Erwecke die Kundalini

  1. Ich wollt ich wär…so gelenekig und so schöööön….aber träumen kann ja mal 😉

    Herzlichst ♥ Marianne

  2. Da brannte also kein „Räucherstäbchen“ – sondern geruchsmäßig ein ganzer „Räucherwald“. Iiiiiiiiiiiiiiiiih!
    Martina, sag Bescheid, wenn du Schlangentänzerin werden willst. Ich besorge dir die Schlange und du musst nur noch tanzen – da ist es nicht so anstrengend.
    Verstehe ich richtig: Yoga = bestes Schlafmittel. Toll!
    Lieb grüßt dich Clara, die bestimmt wieder alles falsch verstanden hat

    • Au ja und als dann bei dem Duft die ersten WIRKLICH anstrengend Übungen durchgeführt wurden, hätte ich diesen Räucherwald am liebsten höchstpersönlich abgesägt. Aber nach einer Zeit war entweder der Geruch weg, oder meine Nase hat auf Stur geschalten, so nach dem Motto „Da mach ich nicht mehr mit!“. Yoga als Schlafmittel kann ich tatsächlich sehr empfehlen, ich habe geschlafen wie ein Baby, aus purer Erschöpfung. 🙂
      😆 Martina beim Schlangentanz… au ja….!!! 😆
      Herzliche Grüße, Martina

  3. Klingt echt spannend 🙂 Ab Oktober mach ich auch endlich einen Yogakurs!!!

  4. Oh jeee, bei Räucherstäbchen hätte ich wohl reißaus genommen.
    Der untere Teil der Wirbelsäule ist mein lädiertes Steißbein. neee, neee die Übung in der Anleitung mach ich besser nicht. Ich sitze hier auf einem Sitzring. Da mir altergemäßer Verschleiß attestiert wurde, was ich allerdings nicht glaube….
    Aber wieder zum Arzt hb ich keine Lust.
    Damals hatte ich das Buch: Yoga für Jeden. da habe ich einiges von ausgeführt, was da drinnen stand.
    Also war es nix mit der Sexualität im nachhinein, lach….

  5. Ich liebe Yoga ja sehr! Bei deinem Bild tat mir allerdings glatt der Rücken weh 😉

    Hab einen schönen Sonntag & liebe Grüße, Emily

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