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Fit durch's Leben

Gekritzelt und geschmiert

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Foto: elaine faith

Heute Früh habe ich einen faszinierenden Artikel gelesen, der meine Sicht auf das Malen von Kleinkindern geprägt hat. Als bemühte Eltern, haben wir stets die kreative Ader unserer Kinder gefördert und mit ihnen viel Zeit beim Malen zugebracht, wir wussten ja, dass dies für die Entwicklung der sensomotorischen Fähigkeiten sehr wichtig ist, außerdem sind unsere Kleinen stets mit Begeisterung dabei, wahre Kunstwerke zu schaffen. 😉

Aber wusstet ihr eigentlich, dass bereits das Verschmieren von Brei, im zarten Kindesalter von 9 Monaten, zu den ersten Malansätzen zählt? Oder, dass Kleinkinder das „Schmiermaterial“ erst durch die Bewegung von Fingern und Händen erfühlen? „Hierbei animieren die taktilen Reize das sensuelle Erleben des Kindes.“ (Quelle: derstandard.at)

Im Laufe der Zeit und mit zunehmenden sensomotorischen Fähigkeiten erkennt das Kleinkind nicht nur seine Schmierspuren, es wird auch imstande sein, einen Stift in die Hand zu nehmen. Würde es allerdings nach dem Kind gehen und nicht nach den geselleschaftlichen Konventionen, so würde es wahrscheinlich nie mit einem Stift malen, sondern beim Verschmieren von Brei oder ähnlich flüssigen Substanzen bleiben. Dank unserer Gesellschaft und des Unwillens der Eltern, ständig Nahrungsmittel wegputzen zu müssen, entwickelt sich das Schmieren zum Kritzeln.

Das Kritzeln entwickelt sich: Aus Hin-und Her-Bewegungen entstehen Schwingkritzel, dann folgen Kreis- und Kreuzkritzel. In dieser Phase entdeckt das Kind grundlegende Prinzipien der Raumordnung. Übrigens bewegen Erwachsene, die erstmalig ein Malprogramm am Computer nutzen, die Maus oder den drucksensitiven Stift ganz ähnlich, hat [Frankfurter Kunstpädagoge Georg] Peez  beobachtet. (Quelle: derstandard.at)

Wenn wir Erwachsene also ein neues Malutensil, wie einen Malstift für den Computer, benutzen, beginnen unsere sensomotorischen Fähigkeiten in etwa auf der Stufe des Kleinkinds… was für ein netter Gedanke! 😀

Übrigens: Wenn 5-6-jährige Kinder malen/kritzeln so ist jede Kritik unangemessen, so die Expertenmeinung. Natürlich gilt das auch für die Jahre davor, aber gerade als 5-6-Jährige, entwickeln Kinder eigene Sinnzeichen, die sie zueinander in Beziehung setzen.

Was passieren kann, wenn Erwachsene die Kunstwerke ihrer Kinder „korrigieren“, kennt man ja aus der Werbung einer österreichischen Versicherungsgesellschaft… wer die Katzenwerbung noch nicht kennt, findet hier den Link dazu. Achtung: große Schmunzelgefahr! 😉

So… und jetzt bin auch ich in Kritzellaune gekommen… 🙂

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