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Fit durch's Leben

Beichte

24 Kommentare

Foto: mädchenkrawall

Liebe Bloggergemeinde, vergebt mir, denn ich habe gesündigt…

Um ehrlich zu sein, wusste ich gar nicht so recht, wie das passiert ist. Es geschah alles so plötzlich. So schnell konnte ich gar nicht nachdenken, befand sich dieses köstliche kleine Schokoladeküchlein schon in meinem Mund und ich dachte mir „Verdammt!“.

Das Unglück geschah während eines gemütlichen Abendessens bei meinen Eltern. Unsere beiden Zwerge waren bereits im Bett und haben tief und fest geschlummert, während sich die Erwachsenen köstlich amüsierten und noch köstlicher speisten. Ich war ja so froh, dass ich nicht streng faste, sondern nur auf eine kleine Winzigkeit verzichten möchte: Schokolade.

Tja… und dann kam sie… die Nachspeise. Kleine Schokoladetörtchen, die so aussahen, als würden sie im Mund zerschmelzen, wenn man sie nur schief anschaut. Alle griffen voller Vorfreude zu. nur ich saß wie gebannt da und starrte die Schokoladeküchlein an, wie nur die Schlange Kaa den armen Mogli ansah.

Nein, Martina! – meine Alarmglocken schrillten ganz laut. „Möchtest du nicht auch ein Stück haben, Martina?“, fragte mein Vater und hielt mir das Teller vor die Nase. Ihr hättet seinen Blick sehen müssen. Ich glaube so herzlich und voller freudiger Erwartung hat er mich noch nie angesehen… oder war das bloß Einbildung?

Wie aus einem Reflex heraus, nahm ich mir ein Stück, stellte es nichtmal auf dem Teller ab, sondern beförderte es sofort in meinen Mund. Oh… diese Schuldgefühle… War es das wert? Hmmm…. nein…. eigentlich nicht. Natürlich war das Küchlein gut, aber so gut nun auch wieder nicht, dass es meine Schuldgefühle wegzaubern konnte.

Das Schlimme an dem Ganzen war eigentlich, dass ich willens war, das Küchlein nicht zu nehmen, aber weil es mir so direkt angeboten wurde, konnte ich einfach nicht nein sagen. 😦

Meine guten Vorsätze wurden für einen Augenblick der Schwäche verworfen… das klingt doch nun beinahe ein Bisschen biblisch oder nicht? Und wenn ja, wird mir meine kleine Sünde denn verziehen? Ich werde jedenfalls weiter versuchen, keine Schokolade zu essen und werde, quasi zur „Strafe“, den heutigen Tag wieder als Tag 1 deklarieren und somit erst später meine geliebten Osterhasen naschen. 😉

Und wie geht es euch mit dem Fasten???

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24 Kommentare zu “Beichte

  1. hey martina,

    dir sei vergeben. =)
    ich hab einmal versucht eine zeit lang auf kaffee zu verzichten, hatte aber leider auch nur mäßigen erfolg. mach dir nix daraus, es gibt tage da verlangt der körper ja auch nach schokolade. und es wäre ja unverantwortlich nicht auf dieses bedürfnis zu reagieren.

    lg lucy

  2. gut dass ich nicht fasten muss.

  3. Ich verzeihe dir, aber warum fastest du überhaupt ???

    *liebdrück*

    • Ach, liebe Marianne. Ich würde gerne die Schokolade in meinem Leben ein Bisschen reduzieren und ich dachte mir, wenn ich die von Heute auf Morgen „abstellen“ kann, dann schaffe ich das in Zukunft auch mit dem moderaten Verzehr. Im Moment klappt das eigentlich ganz gut – ich bin fast ein Bisschen solz auf mich. 🙂
      *liebzurückdrück*

  4. Martina,
    ich verzeihe dir ganz bestimmt 🙂
    und sündigen tu ich momentan auch nicht so dolle… glaub ich..
    GLG!

  5. Martina, am beeindruckendsten – noch beeindruckender als den vorgenommenen Schokoladenverzicht – finde ich dein Geständnis, dass du hier erzählst, dass du schwach geworden bist.
    Kannst du erahnen, was Abstinenzwillige bei Alkohol, Zigaretten oder gar Drogen leiden, bevor sie wirklich clean sind? Und Schokolade schmeckt nur gut, sie macht aber weder süchtig noch abhängig.
    Du schaffst das – wenn du es wirklich willst! – Ich finde es gut, sich ab und an zu überwinden und zu besiegen.

  6. Ööhhmmm 😦
    Im Moment brauche ich eine Menge Nervennahrung 😉

    Liebe Grüße und meine Vergebung hast du :-).
    Anna-Lena

  7. Liebe Martina!
    Das ist mir gestern beinahe auch passiert. Wir waren zum Brunch und ich stand vor der Zupf-Torte. Ich hatte den Kuchenheber schon in der Hand… 😉

    Tapfere Grüße an dich & einmal fest geknubbelt, Emily

    • 😆
      Das finde ich ja umso beeindruckender, dass du den Tortenheber wieder Tortenheber hast sein lassen und stark geblieben bist! Ein dreifaches Hoch auf mein großes Vorbild!!! 🙂
      Dicke Umärmelung, deine Martina

  8. Es sei dir vergeben und nun komm da hinter der Theaterkulisse hervor. Der Mensch braucht Nervennahrung, sonst geht er kaputt. Die liebe Tonari hat mich heute auch damit versorgt und ich werde sie auch essen und das mit höchstem Genuss. Ich gehe heute um 13 Uhr wieder zur Arbeit und da kann ich es mir gar nicht leisten, keine Schoki in der Blutbahn zu haben….
    Am besten wäre es, den Tropf gleich anzuhängen – also intravenös. Was meinste?

    Lieber Gruß und ganz lieben Dank für deine Worte, über die ich sehr nachgedacht habe. Mandy

    • 😆 Ja, intravenös wäre dann ja auch nicht wirklich geschummelt, oder was meinst du? 😉
      Danke für deine lieben Zeilen! Ich musste ganz viel schmunzeln.
      Alles Liebe dir, deine Martina

  9. Ganz ehrlich… warum tust du das??? Ich versteh wenn man auf Alkohol mal verzichtet, oder auf Zigaretten, oder auf irgendeine wirklich schlechte Angewohnheit. Aber warum auf Schokolade? Warum überhaupt Fastenzeit? Glaubst du wirklich Jesus hätte gewollt, dass wir nichts essen? Das Beste im Leben ist doch a) anderen zu geben und zu helfen und b) dein Leben zu genießen und ohne b) funktioniert a) glaube ich nicht. Ach, wie dem auch sei – ich faste nicht. Ich fahr nächste Woche mal wieder für ein Wochenende nach Bad Ischl und werd mir den Bauch voll schlagen 😀 Ich denk dann bei den Nachspeisen an dich – und in der Sauna bau ich’s eh wieder ab…

    • Ach, das ist doch nur eine Art Selbstversuch. 🙂 Im Moment läuft alles eigentlich ganz gut und ich konnte auf die Schoki wieder verzichten – hach bin ich stolz. 😉
      Oh wie schön, ich hoffe, dir hat es in Bad Ischl gefallen? Dort gibt es ja auch sooo gutes Essen *schwärm*.
      Alles Liebe dir!

  10. hihi, hallo Martina, ich kämpfe auch mit der Schoko-Lust, momentan gehts noch…. aber wer weiß wie lange…. ein kleines küchlein ist ja nicht so schlimm und ein schlechtes Gewissen hat noch nie wirklich weitergeholfen. also einfach wieder frohen Mutes weitermachen …. LG Sibylle

  11. ALSO:
    In der katholischen Kirche ist der Sonntag vom Fasten ausgenommen.
    Also hast du auch einen Tag frei vom Fasten, alles klarß

    Mach dir bloß keinen Kopf wegen des einen Schoko-Küchleins.
    Wenn du am nächsten Tag wieder brav bist, ist doch alles bestens.

    Liebe Grüße ♥

    • Das ist ja ein super Tipp, dankeschön! 🙂 Ich werde trotzdem versuchen, wacker zu sein, schließlich gehts mir ja eh nicht um den religiösen, sondern rein um den Schokolade-Aspekt. 😉
      Ganz viele liebe Grüße und eine riesen Umärmelung,
      deine Martina

  12. Bei mir ist strenger kulinarischer Verzicht irgendwie immer mit Heißhunger verbunden. Vielleicht ein Relikt meiner Trotzphase als Kind 😉 Jedenfalls ist das der Grund warum ich nicht faste, keine Diäten mache und mir ncihts streng verbiete. Wenn ich das ganze aber etwas abschwäche (z.B. „Ich möchte versuchen weniger Schokolade zu essen“) funktioniert das erstaunlicherweise sehr gut. Habe zum Beispiel vor zwei Tagen das letzte Stück Schokolade aus meinem Adventkalender gegessen. Davor habe ich circa vier Wochen nicht genascht und auch kein Bedürfnis. Hätte ich mir gesagt, ich darf keine Schokolade essen, hätte mein Adventkalender wahrscheinlich nir bis März gehalten 😉

    Ich drück dir trotzdem die Daumen bei deinem Vorhaben in der Fastenzeit 🙂

  13. Von mir bekommst du auch die Absolution, liebe Martina. Ich kann mich gerade nicht einloggen, deswegen heute ohne Bildchen. 🙂 Ich sehe das so beim „Fasten“ bzw. „Fasten-Light“: Der Versuch zählt. Schuldgefühle muss man nicht haben, obwohl es wahrscheinlich normal ist. Man ist oft zu streng zu sich selbst und wenn man 3 mal auf Schokolade verzichtet hat und einmal rückfällig wird ist das immer noch eine sehr gute Quote. Ich finde es sehr gut, dass du überhaupt den Vorsatz gefasst hast. Wenn man in Gesellschaft ist, ist es natürlich viel komplizierter sowas durchzuhalten, als wenn man allein ist. „Ach komm… einmal ist keinmal! Genuss muss auch sein! Ich bin beleidigt, wenn du jetzt nicht mal probierst…“ etc. Haha, das ist schon echt gemein. Das nächste Mal weihst du deine Freunde und Familie einfach ein, oooooder NOCH besser: Ihr fastet alle zusammen. So hält man es gut durch, glaube ich. Trotzdem, wie gesagt: Kein Beinbruch und der Wille zählt. Auch wenn der Heißhunger manchmal stärker ist. 🙂 Liebe Grüße, frontin

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