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Fit durch's Leben

Stressbewältigung im Büro

25 Kommentare

Foto: Elite Realty NW

So, ich muss jetzt mal was loswerden…

Heute wurde bei uns im Büro eine neue Mitarbeiterin begrüßt. „Eine junge, dynamische, und zielstrebige Frau“ hieß es aus der Chef-Etage. Die neue Mitarbeiterin kam auch sogleich (ganz pünktlich) zur Türe herein, grüßte uns alle freundlich und wirkte auf mich ganz sympathisch. Na gut, ein Bisschen weniger lächeln hätte sie schon können, oder zumindest ein wenig glaubwürdiger. 😉

Jedenfalls durfte ich unsere Neue einschulen und ihr alles zeigen. „Super!“, dachte ich mir, dann lerne ich sie gleich kennen und weiß, mit wem ich es in Zukunft zu tun haben werde. Das dachte sie offensichtlich auch, schließlich löcherte sie mich sofort mit Fragen wie „Seit wann sind Sie in der Firma?“, „Sind Sie zufrieden hier?“, „Verstehen Sie sich gut mit Ihrem KollegInnen?“,… irgendwie kam ich mir vor wie bei einem Verhör und ich hatte den leisen Verdacht, dass diese Person keine Mitarbeiterin, sondern vielmehr eine Spionin des Chefs ist.

Naja, ich beantwortete brav alle ihre Fragen, spielte bei ihrem Kennenlernspiel mit und lächelte sogar ganz artig. Nach einer kurzen Zeit sah sie auf meine Hand und fragte „Sie sind verheiratet?“. Hm… ähm… ja….!? „Und ihr Mann möchte keine Kinder?“ HÄ??? Was heißt da bitte „möche“? Wir haben Kinder und zwar zwei! Ihren Blick hättet ihr sehen müssen. Der war zuerst ganz erstaunt, dann nahm er auf einmal ganz seltsame Züge an.

Die Spionin löcherte noch eine Weile in meiner Familiensituation herum, fragte mich, wie das denn zu vereinbaren wäre – Arbeit und Familie. Tja, das geht halt! Was soll ich dazu groß sagen? Manchmal ist es ein Bisschen stressig, aber ich gehe gerne arbeiten und ich bin gerne zuhause bei meiner Familie. Meine Mutter passt ganz viel auf die Zwillinge auf und auch meine Stiefmutter kümmert sich rührend um die zwei, wenn ich in der Arbeit bin. Das funktioniert doch prima.

Tja… und dann kam der nächste Blick. Der vorwurfsvolle. Dieser Blick den man dann erntet, wenn sich wie eine Rabenmutter benimmt. Dieser Blick reichte mir. Vollkommen. Ich stammelte noch ein paar Sätze, brachte sie zu ihrem Arbeitsplatz und verschwand so schnell wie möglich in mein Büro. Türe zu und los ging’s – das Geheule.

Meine Arbeitskollegin sah mich halb entsetzt an, tröstete mich ganz lieb und als ich mich beruhigt hatten, fingen wir ganz kräftig an über die Spionin zu lästern. Warum ist es immer so schrecklich, wenn Mütter arbeiten gehen? Warum gibt es diesbezüglich so viele Vorurteile? Warum wird man so häufig als Rabenmutter abgestempelt. Wenn ich selbst nicht ausgeglichen bin und zu Hause bleibe, ist das dann besser, als wenn ich ein paar Stunden einer abwechslungsreichen Tätigkeit nachgehe und dann zufrieden und ausgeglichen eine schöne Zeit mit meiner Familie verbringe?

Nunja, das scheint die Spionin nicht zu verstehen, aber ich habe für mich beschlossen, dass sie das auch gar nicht muss. Ich weiß, was mir gut tut und das tut auch meiner Familie gut. 🙂

Ich werde mich für die Zukunft auf die Suche nach einer möglichst effizienten Art der Stressbewältigung im Büro machen müssen, schließlich werde ich die Spionin ab jetzt häufig sehen… Hat jemand Tipps und Ratschläge für mich?

Eins weiß ich jedenfalls: Zum Weinen wird mich die gute Frau nicht mehr bringen, schließlich habe ich vor einigen Tagen gelesen, dass Frauentränen auf Männer lusthemmend wirken. 😉 Nicht, dass das im Büro wichtig wäre, aber wer weiß, vielleicht riecht mein Mann das ja auch noch Stunden später. 😉

Gute Nacht, ihr Lieben!

 

 

 

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25 Kommentare zu “Stressbewältigung im Büro

  1. Du wirst schon sehen, ob die neuen Besen gut kehren :-).
    War das ein Zahnpastalächeln oder war es echt?

  2. Hallo,
    mensch, lass dich da nicht von deiner Kollegin (bzw. der Spionin) ärgern. Ich hab ja auch drei Kinder und geh arbeiten, meiner Familie geht es auch gut damit. Rabenmütter sind wir deswegen noch lange nicht!!!!!!!!
    Fühl dich von mir gedrückt!
    LG Sibylle

    • Danke, liebe Sibylle! Das tut gut!
      Ich habe mich bislang auch nicht wirklich als Rabenmutter gefühlt, aber bei solchen Aussagen, da denkt man auf einmal über Dinge nach, die einem sonst total absurd erscheinen.
      Ich drücke dich fest zurück!
      Liebe Grüße, Martina

    • Ich seh das wie Sibylle. Als meine Tochter geboren wurde, schrieb man das Jahr 1989, das Wendejahr also. Ich war ein Jahr mit meinem Kind zu Hause, dann musste sie in die Kinderkrippe gehen. Klar hatte ich ein schlechtes gewissen, vorallen an den Tagen, wo sie schon morgens um 6 Uhr das erste Kind gewesen ist, weil Mama Dienst in der Schule im Frühhort hatte. Und auch bei Florian war das so. Ich war immer arbeiten und ich denke, dass die Kinder durch arbeitende Mütter auch noch einiges anderes übermittelt bekommen. Damit möchte ich auf keinen Fall die Frauen angreifen, die arbeiten wollen, aber keine finden. Ich rede von denen, die sich nicht um ihre Kinder kümmern, den ganzen Tag TV schauen oder noch ganz andere Dinge tun. Du zeigst deinen Kindern Werte und auch Pflichten auf und das finde ich ganz toll. Solche Tussen liebe ich. Lass dir nicht kirre machen. Empfehlung: Halte dich mit privaten Äußerungen der Dame gegenüber sehr bdeckt. Man weiß nie – der Feind hört immer mit. Liebe Grüße an dich und all die anderen Leser deiner Seite. Mandy

      • Liebe Mandy,
        ich danke dir von Herzen für deine Worte! Sie bedeuten mir sehr viel und ich finde das ganz toll, wie du das gemacht hast! Ich denke auch, dass meine Kinder dadurch ganz viel Neues lernen. Am Spielplatz kann ich sehen, wie sie mit anderen Kindern problemlos spielen und wiederum andere Kinder teilweise von ihren Eltern zurückgehalten werden, weil sie nicht loslassen wollen. Ich lerne für meinen Teil auch sehr viel dazu. Vertrauen, loslassen können und trotzdem versuche, immer füreinander da zu sein. Du hast recht, ich werde natürlich nicht zuviel ausplaudern, und wenn, dann nur ganz böse Dinge wie: Heute hatten die Kinder Geburtstag und ich hab’s vergessen, oder so! Hihihi! 😉
        Ganz liebe Grüße und alles Liebe,
        Martina

  3. Na, das wäre ja die richtige Person für mich!
    🙂
    Ärgere dich nicht, das lohnt sich nicht.

    Erzähle doch einfach zukünftig wunderbar schöne Geschichten von deinen Kindern und deiner Familie, ich glaube, das ärgert sie dann schon ein wenig. Aber man sollte ja auch nicht Gleiches mit Gleichem und so …

    Köpfchen hoch! Ich glaube, sie ist eine ganz arme, bedauernswerte Frau, die Spionin. Schon allein deshalb, weil sie in Nullkommanix ihren Spitznamen weg hatte.
    *g*

    Liebe Grüße, ich wünsche dir einen angenehmen Tag!
    Heike

    • Hihi, ja da hast du wohl recht. Der Spitzname wird sie wohl noch einige Zeit verfolgen, die arme!
      Ich glaube, wenn ich ihr jetzt schöne Geschichten erzähle, wird sie mich nur mitleidig anschauen und sich denken, ich versuche irgendetwas gutzumachen, oder zu überspielen. No, ich werde einfach in mich hineinkichern und sehen, wie sie sich weiterentwickelt. Vielleicht hatten wir ja nur einen schlechten Start. Einen ganz schlechten! 😉
      Liebe Grüße und danke für deine schönen Worte!!!
      Martina

  4. Liebe Martina, puh, das ist ja eine aufdringliche und neugierige Person, ich kann verstehen, dass sie so eine Wirkung auf Dich hatte… Vielleicht magst Du ja das nächste Mal den Spiess umdrehen und zurückfragen, das bringt Dich in eine andere Position und vielleicht kommt dabei raus, dass diese Einstellung, die sie Dir da an den Kopf geschmissen hat, vielleicht nur mit ihr selber zu tun hat- vielleicht ist sie einfach neidisch auf solche tollen Frauen wie Dich, die glücklich verheiratet sind und dann noch Familie und Beruf unter einen Hut bekommen…das hätte sie vielleicht auch gern und hat es nicht…

    Und ich schliess mich Sybille an, lass Dich von niemandem ärgern; wichtig ist, dass es Dir und Deiner Familie damit gut geht… Alles Liebe Andrea

    • Hm, ich habe irgendwie nicht so das Gefühl, dass die Spionin ein Familienmensch ist oder gerne sein möchte… Gerade eben hat sie mit ekelverzerrtem Gesicht von einem Kleinkind auf der Straße berichtet, dass geweint hat. Ihre Ohren hätten geschmerzt und sie sei total genervt vorbei gegangen. Tja… was soll man dazu sagen. 😉
      Aber wer weiß, vielleicht überspielt sie auch nur irgendetwas. Und du hast total recht: Jetzt werde ich mal zur Spionin und werde (aber viiieeel dezenter) herausfinden, was sie für ein Mensch ist. Vielleicht steckt hinter dieser rauen Schale ja eine nette Person!? Martina007 begibt sich auf Spurensuche! 😀
      Vielen lieben Dank für alles!
      Ich wünsche dir noch einen schönen Tag!

  5. Ach ja, als ich mal zu einem Vorstellungsgespräch beim Möbelhaus Höffner eingeladen war, fragte mich die Personalcheffin, was ich bei ihnen wolle und: „Wolln sie sich nicht lieber mal um ihre Kinder kümmern?“ Ufff.
    Meine Kinder waren damals schon relativ groß, aber auch als sie noch in den Kindergarten gingen hörte ich öffter beim Abholen: „Nöööö. Wir spielen gerade. Kannst du nicht noch mal kommen?“

    Liebe Grüße an dich

    • NEIN!!! Das kann ja wohl nicht ihr Ernst sein!!! Unfassbar!
      Naja, ich glaube, auch das kann einem zeigen, dass diese Firma wohl nicht die richtige ist. Auch wenn es enttäuscht, aber ich glaube, eine Firma, die nicht respektiert, dass du auch als Mutter ein Mensch und eben nicht nur Mutter bist, die hat in meinen Augen so tolle Frauen wie dich überhaupt nicht verdient!
      Hihi, das mit dem Abholen kenne ich. Wenn ich meine Kinder von meiner Mutter abhole, dann ist das sehr ähnlich. 😀 Ich finde das schön!
      Ganz liebe Grüße, Martina

  6. Martina, ich dachte, das kann nur eine Phantasiegeschichte sein, denn im echten Leben kann sich doch jemand wie „Fräulein Spionchen“ nicht so dumm und unklug verhalten. Die ist noch nicht mall eine halbe Träne wert.
    Deinen Kindern geht es sicher gut, wo sie betreut werden. Außerdem bin ich schon immer der Ansicht gewesen, dass viele verschiedene Betreuungspersonen den Kindern gut tun, weil sie dann vielseitiger werden in iher Entwicklung.
    Lieb grüßt die Clara

    • Liebe Clara,
      ja, ich wünschte auch, es wäre nur ein schlechter Film gewesen und genauso hat es sich zu Beginn auch angefühlt. Ich meine, da beginnt sie zu sprechen und du kannst es einfach nicht fassen, was da aus ihrem Mund entwischt…
      Ich danke dir für deinen lieben Kommentar, mittlerweile kann ich über den Vorfall schon lachen und das ganz viel! 😀
      Alles Liebe, Martina

  7. lass dir nur nix einreden. Mein Kinder arbeiten auch alle, und kuemmern sich dann anschliessend ruehrend um ihre Kinder. Ich habe nicht das Gefuehl, dass sie daheim bleiben muessen nur aus dem Grund, Wann immer sie Probleme beim Abholen vom Kindergarten haben, dann bin auch ich und die andere Oma da. Solange die Familie hinter und neben dir steht, dann ist alles in Ordnung. Schulter klopf klopf, lass den Kopf nciht haengen

    • Liebe Vivi, da hast du mich aber gerade extrem aufgerichtet, ich danke dir!!! 😀
      Ja, mittlerweile ist das Thema für mich nur noch ein Lächeln wert. Ich habe auch ganz ausführlich mit meinem Mann darüber gesprochen und er hat nur gelacht. Er meinte, das sei typisch für mich, dass ich mir immer zuviele Sorgen machen würde und dass ich zuviel Wert auf die Meinung anderer lege. Das stimmt tatsächlich, aber ich werde es auch noch lernen! 🙂
      Alles Liebe, deine Martina

  8. Na suuuper! Da hat sie sich aber ein tolles Entré verschafft. Das geht ja gar nicht. Selbst, wenn ich so etwas denken WÜRDE (was ich nicht tue!), würde ich doch das nicht so sagen. Weiß die denn wohl, wie man Anstand und Respekt schreibt? Nervensäge! Dein Leben hat sie gar nicht zu interessieren. Liebe Martina, ich hoffe, die nervt dich jetzt nicht. Bleib freundlich und gebe vielleicht nicht zu viel von dir preis. Brauchst du blaue Bonbons? :mrgreen:

    Drück dich, Emily

  9. Pingback: Claras Tier-Alphabet Buchstabe J « Gesundheit, Wellness & Thermen Blog

  10. Lass dich nicht von deiner neuen Kollegin ärgern! Klingt leichter als es ist, ich weiß. Aber: Kollegen sind wie Familie, die kann man sich nun mal meistens nicht aussuchen! Es gibt vieler Karrierefrauen oder einfach arbeitende Frauen, die dennoch eine gut funktionierende Beziehung und Kinder haben. Wie auch meine Vorschreiber schon gesagt haben: es ist möglich und Rabenmutter bist du daher noch lange kein! Über die blöden Fragen und das Gerade deiner neuen Kollegin stehst du drüber!
    Wünsch dir alles Gut für die kommenden Bürotage, eine gute Stressbewältigung ist übrigens soein Knautschball aus Gummi! Und: abends nach dem Büro sporteln dinde ich acuh sehr hilfreich. Da kann man sich richtig gut auspowern und seine Energie und Wut rauslassen 😉

    • Ein Knautschball!!!! DANKE, kasmodiah, das ist die allertollste Idee überhaupt! Irgendwo muss doch noch so ein Ding herumliegen, ich werde es hoffentlich bis Montag finden und gleich in’s Meeting mitnehmen! 😉
      Vielen vielen Dank für deine lieben Worte, die haben mir sehr geholfen – vorallem der Knautschball! 😉
      Ich wünsch dir ein schönes restliches Wochenende!
      Alles Liebe, deine Martina

  11. Liebe Wellnessdame,

    ich kenne diese Situation von beiden Seiten, ja wirklich!
    Ich war genauso skeptisch wie Du, als SIE damals kam. Inzwischen habe ich seit 4 Jahren einen anderen Arbeitgeber, und da ist es mir genauso ergangen wie der Dame in Deinem Post. Dabei wollte ich nur nach beinahe einem Jahr Arbeitslosigkeit einfach nur wieder einen Job haben, und ihn gut machen.
    Die besagte Dame hat nun selbst gekündigt, und seither ist die Situation entspannt.
    In meinem „alten Blog“ habe ich mal ein Post geschrieben über die Mädels:
    http://www.chakrablog.de/2010/10/11/maedels/
    Das Leben könnte so einfach sein, wenn „wir Mädels“ zusammenhalten würden.
    Liebe Grüße von Dori

  12. Hallo und herzlich Willkommen, Dori!
    Hm… das tut mir sehr leid, dass es dir mal so gegangen ist und dass du beide Erfahrungen gemacht hast, ist natürlich auch ziemlich heftig. Bei mir war das vielleicht einfach nur ein schlechter Start. Wir sind keinesfalls gemein zu unserer neuen Kollegin und von Mobbing kann auch nicht die Rede sein. Wir sprechen über unsere Arbeit und sie macht ihre Arbeit wirklich ausgezeichnet, da gibt es gar nichts. Mittlerweile glaube ich auch ganz stark, dass sie einfach nur nervös war und deshalb die vielen persönlichen Fragen gestellt hat. Ihr vorwurfsvoller Blick zum Thema Familie hat mich eben sehr mitgenommen. Wahrscheinlich, weil ich mir selbst einfach schon zuviele Gedanken und Sorgen gemacht habe. Heute weiß ich, dass alles in Ordnung ist, bin mit mir selbst im Reinen und bin ihr nicht mehr böse. Vielleicht hätte ich vor ein paar Jahren noch ähnlich reagiert, wer weiß!? Demnächst gibt es ein großes Firmenessen, da werden wir uns bei einem Glässchen Wein bestimmt besser kennenlernen und mal austauschen. 😀
    Ich danke dir für dein Kommentar!!!
    Alles Liebe, Martina

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