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Was ist eigentlich: „Fango“ ?

4 Kommentare

Foto: Ana Maria Santeiro

 

Gut, ich geb’s ja zu… dieses Bild passt nicht wirklich zum Thema „Fango“. Allderings hat es sich so hübsch gereimt und außerdem toll ausgesehen, dass ich nicht anders konnte. 🙂 Fango hat also, wie es auch im hübschen Wellness-Quiz lautet, nichts mit dem portugisischen Tanz zu tun. Die meisten Viel-Wellnesser kennen sich da wahrscheinlich schon aus und wissen, dass es sich beim Fango um einen Mineralschlamm vulkanischen Ursprungs handelt.

Trotzdem wollte ich noch etwas tiefer in diesem Schlamm graben, um herauszufinden, was an diesem Schlamm so toll ist, woher er kommt und wie er eingesetzt wird. Los geht’s!

Fango = fein gemahlenes Vulkangestein, das mit Wasser versetzt wird. Der daraus resultierende Schlamm enthält viele wichtige Inhaltsstoffe, die für den Menschen eine heilende Wirkung besitzen. Der wichtigsten Inhaltsstoffe des Fango sind Kieselsäure, Aluminiumoxid, Eisenoxid und Magnesium. Diese wiederum zeichnen sich durch spezielle Eigenschaften aus. (Quelle: www.cardio.de)

Die Kieselsäure ist eine bedeutende Ursubstanz für jeden lebenden Organismus. Die Wirkung der Kieselsäure ist besonders wichtig für das Bindegewebe und die Blutgefäße. Der Kieselsäuregehalt des Körpes nimmt mit dem Alter ab. Sorgt man jedoch für eine regelmäßige Zufuhr, führt dies zu straffem Bindegewebe, starken Sehnen und Muskeln. Der Körper wird verjüngt und die Leistungsfähigkeit gesteigert.

Das Aluminiumoxid (=Tonerde) spielt eine wichtige Rolle in Verbindung mit dem Verdauungskanal. Hier sorgt es dafür, dass der Körper nur die nötigen Elemente aufnimmt.

Das Eisenoxid sorgt für eine Gesundung der Darmschleimhaut, wirkt gegen Darmparasiten, Eisen ist Bestandteil des roten Blutfarbstoffes „Hämoglobin“ und hat daher eine wichtige Funktion für die Zellatmung, Eisen ist wichtig bei der Krebsvorsorge, zur Stärkung der Immunabwehr. (Quelle: www.fangocour.at)

Das Magnesium ist besonders wichtig für die Muskeln und das Nervensystem des menschlichen Körpers, sowie für die Zellen (insbesondere die Gehirnzellen). Magnesium aktiviert die Verdauungsenzyme, regt die Gallenabsonderung an und fördert die Widerstandskräfte des Körpers.

Beim Fango wird übrigens zwischen dem organischen und dem anorganischen Fango unterschieden. Der organische (bzw. gereifte) Fango stammt ursprünglich aus Italien und setzt sich aus Thermalwasser, Fangoschlamm und Algen/Mikroorganismen zusammen. Diese Mikroorganismen sind für den Reifeprozess des Fangos verantwortlich, welcher in der Regel mindestens 60 Tage andauert. Im deutschsprachigen Raum wird meist der anorganische Fango verwendet, der auf diesen Reifeprozess verzichtet und vulkanischen Ursprung hat (in Österreich stammt das Gestein meist aus dem steirischen Vulkanland im Südosten Österreichs).

Verwendet wurde der Fango bereits seit der Römerzeit und ist heute vorallem in Verbindung mit rheumatischen Erkrankungen, Hexenschuss, Verspannungen, Neurodermitis, Menstruationsbeschwerden, Schuppenflechte, Ekzeme,… im Einsatz.

Im Eurothermenresort Bad Schallerbach wird der Fango in Form einer „Parafangopackung“ angeboten. Diese besteht aus einem Gemisch von vulkanischem Gestein und Paraffin und hat eine Temperatur von über 50°C während der gesamten Behandlungszeit von 25 Minuten. Diese Packung verspricht eine Steigerung der Durchblutung und des Stoffwechsels und eine Entspannung der Muskulatur.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen tollen und informativen Start in die neue Woche!!! 🙂

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4 Kommentare zu “Was ist eigentlich: „Fango“ ?

  1. Oooch, ich hatte schon einmal eine Fango-Behandlung…was war das schön! Danke dir, für den sehr informativen Beitrag! Es war wirklich interessant zu lesen.

    Liebe Grüße an dich & hab einen schönen Abend,

    Emily

  2. 50° C? das klingt ja, als wär das die perfekte behandlung für den winter 🙂
    eine steigerung der durchblutung könnt ich als dauerkaltefüßehaber schon brauchen ^^

  3. Ach ich lese deine Beiträge so gern, aber es ist total gemein: Ich will dann immer sofort genau die Sachen machen, von denen du schreibst. 🙂
    Warmer Schlamm auf meinem, von der Kälte geplagten Körper, wäre jetzt genau das richtige!!! Oder eine Runde Tango. 🙂

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