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Fit durch's Leben

Auch im Alter muss trainiert werden

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Foto: gAL sHkEDi

Ich denke, es gibt sie in beinaher jeder Familie: die/den vergessliche/n Großmutter/-vater. Man erklärt ihnen etwas einmal, zweimal, dreimal und danach wieder von vorne, denn sobald man einen Satz beendet hat, haben sie schon wieder vergessen, worum es überhaupt geht. Bei uns gibt es das jedenfalls und ich höre auch von meinem Bekanntenkreis ganz viele ähnliche Erzählungen.

Eigentlich reagiert beinahe niemand mehr verwundert, wenn ältere Menschen offensichtlich sehr vergesslich sind, die kognitiven Fähigkeiten nehmen schließlich mit dem Alter ab, das ist eine Tatsache. Was allerdings auch eine Tatsache ist: Dem kann man zumindest teilweise entgegenwirken! Ich spreche hier nicht von einer medikamentösen Therapie, oder teuren Behandlungen, sondern von schlichtem Sudoku-Lösen, Einkäufe Zusammenrechnen, in’s Freie gehen, Neues Erleben.

Leider ist es oft schwierig, gerade im Alter, die nötige Motivation zu finden, genau diese Dinge zu tun. Etwas Neues mag dann, wenn man sovieles schon gewohnt ist, eine richtige Hürde sein. Ich spreche hier nicht direkt von meinen persönlichen Erfahrungen (so alt bin ich nun auch wieder nicht), sondern eben von Erlebnissen und Erzählungen.

Meine Großmutter ist gerne „faul“. Sie nennt das auch so. Sie sitzt gerne zu Hause, sieht fern und „gönnt“ sich ein Bisschen Faul Sein. Leider tut sie sich damit nichts Gutes. Sie vergisst mittlerweile beinahe alles. Auch unsere Namen verwechselt sie gerne und Bewegung ist für sie keine Leichtigkeit mehr.

Ich will hier kein Gesundheitsapostel sein, aber ein klein wenig Aktivität im Alter kann schon einiges erleichtern und vor allem das Unfallrisiko drastisch senken (siehe dazu: Artikel auf derstandard.at). Übrigens: Die Familie kann hierbei selbstverständlich eine tolle Stütze sein, indem man die betreffende Person hin und wieder in eine schöne neue Umgebung „entführt“, spazieren geht und sie kognitiv fordert (Neues erzählen, Fragen stellen,…).

Alles Liebe,

Martina

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7 Kommentare zu “Auch im Alter muss trainiert werden

  1. Ja, das ist ein echtes Problem. Vor allem finde ich, dass wir älteren Menschen keinen Gefallen tun, wenn wir Ihnen diese „Faulheit“ durchgehen lassen und es dann mit „im Alter hat man sich das verdient“ oder ähnlichem entschuldigen.

    Es ist einfach schade, dass es die früher üblichen Mehr-Generationen-Haushalte nicht mehr gibt. Da waren alle Alterstufen in den täglichen Ablauf eingebunden.

  2. Ja, das stimmt. Meine Mutter hat mir von ihrer Jugendzeit erzählt, als sie noch in so einem Mehr-Generationen-Haushalt gelebt hat und als ich gerade auf die Welt gekommen bin, war ihre Großmutter etwa auf dem selben geistigen Level wie ich und auch sie musste wieder gewickelt, gefüttert,… werden. Es hat trotzdem funktioniert und bis zu diesem Stadion hat es sehr lange gedauert. Je mehr soziale Kontakte ein Mensch im hohen Alter hat, desto besser! À propos: Bald geht’s wieder zur Oma auf Besuch! 🙂

  3. Wenn man das ganze Leben ein bisschen Aktivität in den Alltag integriert ist es im Alter wahrsceinlich leicht dieses beizubehlaten. Wenn man jedoch auch in jungen Jahren nur sporadisch etwas gemacht hat, ist es umso schwieriger sich nicht faul vor dem Fernseher zu setzen! Aber oft wissen die Menschen was gut für sie wäre und machen es trotzdem nicht 😉 Muss wohl jeder für sich selbst entscheiden!

  4. Also, meine Großeltern gehen mit gutem Beispiel voran – sie walken (sind beide schon 70!), tauschen sich regelmäßig mit Leuten (egal welchen Alters) aus, fahren auf Urlaub (am Liebsten in eine Therme, sind ja auch nicht von gestern! ;)) und machen sich gemeinsam im Internet über Dinge schlau, die Sie gerade beschäftigt. Man muss sich ja nicht gleich „verkalkt“ fühlen wenn man älter ist, und das ist glaube ich der springende Punkt: so wie man sich fühlt, so lebt man ja auch und wem es zu viel wird, der schließt einfach die Augen davor. Wenn ich manchmal mit meiner Oma walken gehe, bin ich immer zuerst außer Puste – da kann ich mir eine Scheibe abschneiden. *lol*

    • Wow, das klingt aber toll. Solch lebensfrohe, aktive und hippe Großeltern wünscht sich, glaube ich, jeder! Ein großes Lob an deine Großeltern!!! Wirklich bewundernswert die beiden!
      LG, Martina

  5. Hallo Martina, ich muß doch mal schauen, was Du so in Deinem Blog schreibst und meinen Gegenbesuch machen.

    Da ich ja schon/erst 60 bin, äußere ich mich gern zu diesem Beitrag.

    Wenn man auf die Vergeßlichkeiten der „Alten“ trifft, sollte man immer daran denken… irgendwann bist auch DU so alt!

    Ich stimme zu, dass man eine Menge tun kann, um den Geist und auch den Körper fit zu halten. Man muß sich nur überwinden. Das gilt aber auch für junge Menschen ;-).

    Mein Leben war immer im Wandel, so dass für mich Veränderungen keine große Hürde sind, aber man muß es auch wollen.

    Wirklich faul ist man ja nicht, wenn man Gehirnsport betreibt und dazu zähle ich das Denken auch. Geschichten erfinden, Lesen, Schreiben – allerdings sitzt man dabei 🙂

    Was das Entführen von Familienmitgliedern betrifft, das vermisse ich. Vielleicht bin ich nicht alt genug, vielleicht aber denken sie an sowas, wenn es zu spät ist und ich unter der Erde liege. Allerdings gehe ich viel raus – allein. Aber in Gesellschaft von Sohn und Schwiegertochter würde es mir wohl mehr Freude machen.

    Liebe Grüsse
    🙂

    • Hallo, Ingja!

      Das freut mich aber sehr, dass du hier vorbeischaust!

      Ja, da hast du auf alle Fälle recht, jeder Mensch wird älter und vergesslich wird man bereits früher als man denkt. Mein Mann weist mich bereits jetzt auf manche Dinge hin… 😉
      Dass du so kreativ bist, trägt sicherlich einiges dazu bei, dass du fit bleibst. Es ist ja nicht nur die körperliche Fitness die hier zählt, sondern vor allem die geistige. Geschichtenschreiben, das ist eine Fähigkeit die viele in jungem Alter nicht beherrschen, da bist du sicherlich viel fitter als manch andere. 🙂

      Vielleicht solltest du deinem Sohn einmal Bescheid geben, dass du gerne mehr Zeit mit ihm verbringen würdest. Ich weiß nur, dass ich auch lange Zeit gar nicht daran gedacht habe, mehr mit meiner Mutter zu unternehmen. Sie musste mir das auch erst klar zu verstehen geben und dann war es mir ein Bisschen peinlich, dass ich nicht eher auf den Gedanken gekommen bin. Manchmal passiert einfach viel zu viel um einen herum, als dass man an alle(s) denken kann.

      Liebe Grüße und alles, alles Gute weiterhin! 🙂

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