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Sich krank googlen

6 Kommentare

Foto: princess_of_llyr

Kennt ihr das: Man ist krank, oder fühlt sich so. Etwas zwickt, kratzt, fühlt sich anders an als sonst und weil man sich selbst am besten kennt und der Weg zum Arzt zu mühsam ist, konsultiert man/frau Doktor Internet. Ich bin da bestimmt nicht die Einzige, die sich mehr als einmal selbst diagnostiziert und sich somit den Gang zum Arzt erspart hat.

Ob Dr. Google allerdings stets die richtige Wahl bei der Diagnose ist, bleibt anzuzweifeln. Viele Internetuser informieren sich nämlich nicht einfach über die mögliche Krankheit, sondern handeln, wie es ihnen vom Internet vorgegeben wird und das kann schlimme Folgen.

Sich im Internet über eine Krankheit zu informieren ist nicht schlecht. Daraus Schlüsse zu ziehen und entsprechend zu handeln kann jedoch gefährlich sein (Quelle: Günther Wawrowsky, Sprecher der niedergelassenen Ärzte der österreichischen Ärztekammer im Interview mit dem Standard)

Der Grund für diese Gefahr liegt in den Absichten der kommerziellen Internetseiten. Besonders Pharmafirmen neigen dazu, nicht vollständig zu informieren, sondern die potenziellen Patienten mit  möglichen Heilmethoden zu überzeugen. Eine Studie zeigt, dass in den ersten zehn Google Ergebnissen jeweils zwei gesponserte Internetseiten und somit auch falsche/fehlende Informationen zu finden sind.

Empfehlenswert für eine schlichte Informationsbeschaffung sind also Internetseiten von Non-Profit Seiten und wissenschaftliche Quellen. Wer sich krank fühlt, sollte dennoch zuallererst einen Arzt aufsuchen und mit diesem alles durchbesprechen. Ein Vorsatz, der auch mein Leben wieder ein Stückchen verändert, schließlich gehörte auch ich bis vor kurzem zu jenen Menschen, die selbst gerne Doktor spielen. Vielleicht sollte ich einfach ein Bisschen weniger Grey’s Anatomy schauen… 😉

Alles Liebe,

Martina

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6 Kommentare zu “Sich krank googlen

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  2. Hahaha, ich mach das auch immer! Furchtbar, aber ich kanns nicht lassen. Miranda aus Sex and the city hat das ganz gut umschrieben, als sie meinte: „Man tippt seine Symptome ein und wartet darauf dass auf dem Bildschirm in großen Buchstaben das Wort ,Krebs‘ erscheint.“ 😀
    Es gibt jetzt bald auch eine eigene App fürs iPhone dafür. Es ist eine nette Spielerei , aber ich gebe dir vollkommen Recht, man sollte sich nicht verrückt machen durch sowas und lieber einen echten Arzt aufsuchen, zumindest bei schwerwiegenden Problemen.

  3. Kommt mir acuh bekannt vor 😉 Wobei ich sitz dann oft auch mit Doagnosen vom Arzt oder Krankenhaus vor dem Computer und informiere mcih genauer darüber was das ist. Vorallem bei meinem letzten Unfall war das Personal im Krankenhaus so derartig wortkarg, dass ich selbst die Diagnose und weitere Vorgehensweise dem Arzt aus der Nase ziehen musste! Da ist Dr. Google schon praktisch 😉 Trotzdem sollte man vorsichtig mit den Info aus dem Internet sein!

  4. Super geschrieben danke, natürlich sollte unbedingt erwähnt werden das bei ernsthaften Beschwerden das ganze Internet Müll ist – da kann nur ein Arztbesuch Abhilfe schafffen. Nicht das man nachher alles nur noch verschlimmert oder gar ins Krankenhaus muss

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