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Fit durch's Leben

Die Schuhe an den Nagel hängen

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Foto: Artistic Feed

Barfuß gehen ist gesund, das weiß doch mittlerweile fast jedes Kind. Dass allerdings auch fast nur Kinder barfuß gehen, ist wieder eine andere Geschichte und so habe ich festgestellt, dass man das Gehen mit nackten Fußsolen doch tatsächlich verlernen kann…

Meine Kleinen krebsen mittlerweile nämlich schon ganz eifrig durch unseren Garten und das am allerliebsten barfuß, ist ja klar. Ich mit meinen Gartenschlapfen hinterher und es hat schon öfters den einen oder anderen Moment gegeben, an dem ich beinahe über meine geliebten Schlapfen unschön gestolpert wäre. Ist zum Glück noch nicht passiert, aber ich habe trotzdem beschlossen, dass für den Garten barfuß gehen angesagt ist und gesagt, getan.

Sobald ich die Plastiksohlen gegen meine echten eingetauscht habe, haben sich die Grashalme um mindestens das Doppelte vergrößert, jedes vom Baum abgefallene Zweigerl in einen riesigen Ast und jede Fliege in eine Killerwespe verwandelt. Kurz: auf einmal habe ich alles als eine riesige Bedrohung für meine armen kleinen, zarten Fußsohlen betrachtet und musste mir schnell wieder die rettenden Plastikdinger holen. Furchtbar… Eigentlich habe ich mir das nämlich total angenehm vorgestellt, so ohne Schuhe,…

Ich habe also beschlossen, das Barfußgehen wieder neu zu lernen und mir am besten von meinen Kleinen abzuschauen, die sind nämlich ganz schön flott und ohne Sorgen unterwegs, zumindest bis sie auf die erste Biene steigen, aber auch das werden sie überleben. 😉

Hier übrigens ein paar nette Facts über das Barfußgehen:

  • Orthopäden empfehlen Menschen mit Fehlstellungen barfuß zu gehen, da so die natürlichen Muskeln aktiviert werden, die den Körper wieder „gerade richten“.
  • „Die Unebenheiten des Untergrunds müssen durch Muskelarbeit ausgeglichen werden. Durch das Zusammenspiel der Muskeln wird etwa ein eingesacktes Fußgewölbe in seine naturgemäße Stellung bewegt“ (Quelle: http://derstandard.at/)
  • Wichtig: Haben die Füße eine Fehlstellung, kann sich das auf den gesamten Körper (Rückenhaltung,…) auswirken!
  • Beim Barfußgehen werden die Muskeln und gleichzeitig auch die Gefäße trainiert, weshalb dies bei venösen Erkrankungen besonders zu empfehlen ist.
  • Wer kneippt, regt die Durchblutung an, stärkt die Abwehr und fördert die Funktion von Organen und Gefäßen.
  • Wichtig: Menschen mit arteriellen Verschlusskrankheiten sollten sich den Kältereizen nicht aussetzen!

Was man auf jeden Fall beachten sollte:

  • Immer auf den Boden schauen, damit die Verletzungsgefahr sinkt. Schnittwunden können für Diabetiker gefährlich werden!
  • Die Füße sollten langsam eingewöhnt werden und vielleicht gleich auf die harte Tour, sondern am besten auf weichem Untergrund.
  • Es gibt seit neuestem auch den Zehenschuh, der dem Barfußgehen am nächsten kommt, allerdings Schutz vor grobem Untergrund bietet. Vielleicht eine gute Option, um auf härterem Untergrund, oder bei Witterung zu trainieren.

Frohes Barfußgehen!!! 🙂

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4 Kommentare zu “Die Schuhe an den Nagel hängen

  1. Ich laufe seit Wochen barfuß, weil ich schnell an den Füßen schwitze und das krankheitsbedingt zu juckenden Blasen führt, also versuche ich, soviel Luft und sowenig Stoff wie möglich an meine Füße zu lassen. Flipflops, Zehenschue etc. geht nicht, weil ich keine richtigen Zehen habe. Also blieb nur: barfuß, notgedrungen. Mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt und bin auf Asphalt & Kopfstein recht flott unterwegs, aber es hat schon eine Weile gedauert und abendliche Fußpflege ist natürlich ein Muß.

    • Ja, das stimmt natürlich. Abends fließt mittlerweile auch bei mir viel schwarzes Wasser in den Abfluss. 🙂
      Wie wirkt sich das Barfuß gehen auf die Krankheit aus? Kann man eine Besserung sehen und vor allem spüren?
      Ich habe (in meiner Studentenzeit) einige Zeit als Kellnerin, teilweise 14-Stunden-Schichten eingelegt und hatte dann auch diese juckenden Bläschen. Mit einer speziellen Duschcreme und Hautcreme und dem passenden Schuhwerk (damals wurden mir Lederschuhe an’s Herz gelegt) habe ich die dann zum Glück wegbekommen. Vom Barfuß gehen, hat mir niemand etwas erzählt, das hole ich jetzt dafür nach! 🙂

  2. Wenn ich keine Schuhe anhabe, tut’s nicht so schnell weh 😉 Und heute laufe ich den ganzen Tag im Büro in Bambussocken rum, die scheinen besser als alle anderen zu sein, aber es ist auch grad kühler geworden. Ansonsten: Schuhe an, Schwitzen an, Blasen da. Kann man nix gegen machen, sagt der Arzt. Sicher, Lederschuhe etc. sind auf jeden Fall besser als Plastik, aber richtig was ändern tut’s auch nicht.

  3. Pingback: Unten ohne – Barfußlaufen zur Förderung der Sinneswahrnehmung und der Gesundheit « arzneimittel.de - Ratgeber Gesundheit

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